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10 Jahre saib

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns das 10-jährige Bestehen der Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig zu feiern. Anlässlich des Jubiläums hat das Institut gtas, das die Sammlung betreut, die Publikation "Fund-Stücke. Reflexionen über Objekte der saib" herausgegeben. Das Buch wird am 6. November 2018 ab 19:00 Uhr im Architekturpavillon (Pockelsstr. 4) präsentiert.

Es sprechen Karin Wilhelm, Arne Herbote, Martin Peschken und Tatjana Schneider.

Stellenausschreibung: TutorInnen

Das Institut für Geschichte + Theorie der Architektur und Stadt sucht zum Wintersemester 2 TutorInnen. Wir suchen Studierende (MA oder fortgeschrittene BA), die vorlesungsbegleitend und in kollaborativen Lehrveranstaltungen komplexe Zeit- und Wissenszusammenhänge zusammen mit Studierenden des Modul A2 graphisch aufarbeiten und illustrieren können. Bewerbungen, inklusive einer ausgewählten Arbeitsprobe (z.B. Diagramm / Graphik / relationale Kartierung) bis zum 30.9.2018 an gtas(at)tu-braunschweig.de

London Design Biennale 2018

As part of a programme of events that is organised by China's contribution to the 2018 London Design Biennale, Prof Dr Tatjana Schneider (gtas | TU Braunschweig) will be speaking about her research on forms, modes and instruments for non-speculative housing production. In a seminar on 7 September 2018 entitled "Design for Places of the Future", the hosts Prof Andong Lu of Nanjing University and Prof Murray Fraser of the Bartlett, London, are interrogating alongside a wide range of speakers from practice and academia the theory and practice of placemaking and how contemporary socio-political, media and technological conditions have reconfigured our relationship to and interaction with place.

Neue Leiterin des Instituts

Ab 1.9.2018 wird das Institut Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt von Prof. Dr. Tatjana Schneider geleitet.

Making of | Designing Process Architecture

Vom 26. bis 29. September 2018 findet in Basel die Autumn School "Making of | Designing Process Architecture" statt. Teil der Autumn School ist das gleichnamige Symposium am 27. September. Niloufar Tajeri (gtas | TU Braunschweig) wird im Rahmen des Symposiums zum Thema Neue Formen der Koproduktion. (Ver)Lernen von (etablierten) Prozessen und Arbeitsmethoden vortragen:

Produktionsprozesse in Architektur und Städtebau sind und waren schon immer von Koproduktion geprägt. Die moderne Produktion von Raum materialisiert sich in enger Zusammenarbeit zwischen Architektur- und Stadtplanungsbüros mit stadtpolitischen Behörden, Auftraggebende/Investoren, Bauunternehmen, Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Fachbereichen, u.v.m. Auf diese Form der professionalisierten Koproduktion ist die Praxis ausgerichtet, und somit auch das Studium der Architektur, werden doch die Professorinnen und Professoren an den Entwurfslehrstühlen auf Basis einer erfolgreichen, großen Büropraxis berufen. Das Lernen von Prozessen findet somit nach Vorbild der Praxis, des Status Quo, der Erfolgsrezepte einzelner Büros statt. Doch wie wichtig ist das Verlernen dieser, wenn die Universität verlassen und der Weg in die eigene Praxis gesucht wird? Außerhalb des universitären Raumes und auch der Routine etablierter Büros verändert sich das Stadtgefüge und die Gesellschaft immerfort: politische Bedingungen, neue Anforderungen und Dringlichkeiten, neue Aufgaben, eine neue Stimmung in der Gesellschaft, neue Akteure. Die Rezepte und Prozesse, mit denen die Büros vorheriger Generationen den Durchbruch geschafft haben, funktionieren nicht zwangsläufig auch für die ?Neuen?. Wenn die Voraussetzungen andere sind, bedarf es neuer Prozesse und Herangehensweisen, es bedarf auch neuer Formen der Koproduktion.

Mit Fokus auf Berlin und den zivilgesellschaftlichen Bewegungen, die sich vermehrt in der Stadtpolitik bemerkbar machen, werden Prozesse der Koproduktion nachgezeichnet, die ein erneutes Lernen von Architektur und urban design oder gar ein Verlernen voraussetzen. Welche Formen der Koproduktion, welche Arbeitsmethoden sind erkennbar? Auf welche Theorien, auf welche Experimente in der Praxis berufen sie sich? Welche Aspekte aus dem Studium entwickeln sie weiter, welche verwerfen sie? Und welchen Einfluss könnten diese bisher noch sehr marginalen Entwicklungen in der Praxis wiederum auf das Studium der Architektur ausüben?

Die Veranstaltung ist offen für Masterstudierende und junge Architektinnen und Architekten. Hier finden Sie weitere Infos zum Symposium und zur Autumn School.

 

 

db deutsche bauzeitung fordert Studierende dazu auf, sich während ihres Master- oder Aufbaustudiums kritisch mit ihrer gebauten Umwelt auseinanderzusetzen. Dazu soll ein Projekt (ein Bauwerk, eine Außenraumgestaltung oder ein realisiertes städtebauliches Projekt) ausgewählt und besichtigt werden. Als Kooperationspartner dieses Wettbewerbs betreut das gtas interessierte Studierende im MA Architektur bzw. im Master SD.

Einsendeschluss bei der db ist der 30. September 2018.

Interessierte melden sich bitte per Mail bei Martin Peschken mit einem eigenen Themenvorschlag. Je nach Anzahl und Schreibkompetenz wird die weitere Betreuung individuell, möglicherweise mit einem gemeinsamen, einführenden Workshop organisiert. Der daraus resultierende fundierte Text soll neben einer Projektbeschreibung und -analyse auch die zu begründende persönliche Meinung der Autoren beinhalten. Die Preisträgertexte werden in der db-Januar-Ausgabe 2019 sowie online veröffentlicht. Näheres zu Bedingungen und Terminen des Wettbewerbs auf der Webseite der db deutsche bauzeitung.

 

Ehrenmedaille in memoriam für Hans Broos

Kirche und Gemeindezentrum der Comunidade São Bonifácio im Stadtteil Vila Mariana, São Paulo, 1966. Foto: William's Fotostudio, Archiv von Hans Broos, in: Bauwelt 19/2007, S. 31.
Wohnhaus und Atelier des Architekten im Stadtteil Morumbi, São Paulo, 1971. Foto: Judith Weinstock-Montag, in: Bauwelt 19/2007, S. 28.
Wohnhaus und Atelier des Architekten im Stadtteil Morumbi, São Paulo, 1971. Foto: Judith Weinstock-Montag, in: Bauwelt 19/2007, S. 27.

Leicht schwebt der schwere Betonkubus der Kirche São Bonifácio über dem Abhang. Unter einer weitgespannten Betonattika fügt sich die Residência do Arquiteto in die grüne Gartenlandschaft. Diese und weitere Werke in São Paulo und Blumenau bilden den Grundstein für die späte Würdigung des Architekten Hans Broos mit der Ehrenmedaille "Honra ao Mérito" (in memoriam) des Conselho de Arquitetura e Urbanismo de Santa Catarina, der Architektenkammer des Bundesstaates von Santa Catarina, am 8.12.2017 in Florianópolis, Brasilien. Das Department Architektur der TU Braunschweig freut sich für seinen ehemaligen Schüler und Mitarbeiter.

1921 in Gross-Lomnitz in der heutigen Slowakei geboren, diplomierte Hans Broos im Herbst 1947 als einer der ersten Absolventen nach dem 2. Weltkrieg an der Technischen Hochschule Braunschweig mit einer Studie zum Wiederaufbau des Hagenmarkts. Bis 1949 lehrte er sodann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Friedrich Wilhelm Kraemer. Nach einer Mitarbeit im Büro von Egon Eiermann in Karlsruhe ging er 1953 nach Brasilien, wo er 1957 eine Doktorarbeit an der Universidade Federal do Rio de Janeiro vorlegte und sich dann zunächst in Blumenau, Santa Catarina, und ab 1966 in São Paulo als freischaffender Architekt niederließ. Zu seinen Hauptwerken zählt neben der Kirche mit Gemeindezentrum Comunidade São Bonifácio von 1966 und seinem Wohnhaus mit Atelier von 1971 das Benediktinerinnenkloster Abadia Santa Maria von 1976. Judith Weinstock-Montag hat spätestens 2007 das umfassende Oeuvre von Hans Broos in einem ausführlichen Artikel in der Bauwelt in Deutschland bekannt gemacht. Hans Broos verstarb am 23. August 2011 in Blumenau.

Im Rahmen der Ausstellung Findbuch Braunschweiger Schule hat sich das gtas 2015 näher mit dem Leben und Werk von Hans Broos beschäftigt. Im Zuge unserer Recherchen sind wir einer ganzen Reihe ehemaliger Studierender des Departments auf ihren Spuren in die Welt gefolgt. So haben wir auch Broos' Freund, den Journalisten Orlando Maretti kennenlernen dürfen, der sich rührend für den Erhalt des architektonischen Erbes von Hans Broos in São Paulo engagiert. Insbesondere das Wohnhaus und Atelier im Stadtteil Morumbi sollte laut Wunsch des Verstorbenen zu einem Zentrum des Dialogs über Architektur werden. Leider konnte hierfür bislang kein tragfähiges Betreiberkonzept gefunden werden und so sieht dieses wichtige Werk des brasilianischen 'brutalismo' einer ungewissen Zukunft entgegen. Die gute Nachricht: derzeit wird seitens der brasilianischen Szene der Schutz der drei Hauptwerke als Architekturdenkmäler angestrebt. Den Spuren des Architekten folgen seit 2017 auch der Filmregisseur Ladislav Kabos und die Produzentin Prof. Darina Smrzova. Wir hoffen, ihren Dokumentarfilm über Leben und Werk von Hans Broos nach dessen Fertigstellung am Department zeigen zu können.

   

Cloud Club Award 2017

Wir freuen uns mit Alina Weidenhaupt, Studierende im Master Sustainable Design, für ihren ersten Preis in der Kategorie 'Text' des Cloud Club Award 2017 mit der Arbeit:

Die Zukunft der Polymerbitumen-dichtungsbahn.
Über den Einfluss des Materialwechsels von Dichtungsbahnen auf den Menschen und sein Arbeitsleben.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Seminars Materialgeschichten im WiSe 2016/17.

Die Veröffentlichung der online Diskussionsplattform Thesaurus Architektur

Weblaunch des Thesaurus Architektur im Foyer des Department Architektur.
(Fotos 1, 4, 5: TU Braunschweig / Felix Horn; Fotos 2, 3, 6: Daniel Götjen / teach4TU)

Thesaurus Architektur

Die neue Webseite Thesaurus Architektur wurde am 01. November 2017 veröffentlicht!

Der Thesaurus Architektur ist ein online Diskussionsforum für Studierende, MitarbeiterInnen, ProfessorInnen und Gäste des Departments Architektur. Themen und Begriffe aus Entwurf, Lehre und Forschung der verschiedenen Institute werden hier in prägnanter Form reflektiert, zur Diskussion gestellt und weiterentwickelt.

Ideen und Beiträge für den Thesaurus Architektur können ab sofort unter the.saurus(at)archithesaurus.net eingereicht werden.

 

     

Online Findbuch Braunschweiger Schule

Das "Findbuch Braunschweiger Schule" ist online!


Auf der Internetseite der Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig (saib) erzählen exemplarische Abschlussarbeiten von 7 Jahrzehnten Architekturdiskurs, wie er in permanenter, produktiver Auseinandersetzung von Lehrenden und Studierenden an unserer Schule geführt wird.
Wie schon in der Ausstellung sind die Arbeiten nicht chronologisch geordnet, sondern anhand von Stichworten, die Verbindungen zwischen Entwürfen aus verschiedenen Zeiten ziehen. Da der Katalog direkt nach der Ausstellung bereits vergriffen war, haben wir uns zu dieser online-Version entschlossen, die um neue Stichworte, weiteres Bildmaterial und auch jüngste Arbeiten ergänzt ist und auch in Zukunft weiter wachsen soll.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Mitwirkenden sowohl für die Realisierung der Ausstellung 2015 als auch für deren virtuelles Fortlebens nun hier.

 

Zur Onlinestellung ist zudem ein Dossier in der BauNetzWoche#486, vom 6.4.2017, erschienen.

   

   

NEUE PUBLIKATIONEN

Achtung modern! Architektur zwischen 1960 und 1980

Herausgegeben von: Ulrich Knufinke und Norbert Funke

im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e.V. für die Arbeitsgruppe Denkmalpflege in der Braunschweigischen Landschaft, das Forum Architektur Wolfsburg und das Netzwerk Braunschweiger Schule in Zusammenarbeit mit Nicole Froberg und Olaf Gisbertz.

Mit Beiträgen u.a. von Karin Wilhelm, Berthold Burkhardt, Frederik Siekmann, Simon Paulus, Arne Herbote und Sebastian Hoyer.

 

 

Verlag: Imhof, Braunschweig

ISBN: 978-3-7319-0344-4

Einen Blick ins Buch gibt es hier.

 

 

Zwischen 1960 und 1980 entstand im Braunschweiger Land eine große Zahl herausragender und zeittypischer Bauwerke - vom Rathaus bis zur Kirche, vom Bahnhof bis zum Warenhaus, von der Forschungseinrichtung bis zum Theater. Unter den Architekten dieser Bauten sind international prominente Entwerfer wie auch Lehrer der Technischen Universität Braunschweig.

Das Projekt "ACHTUNG - modern!" hat sich zwischen 2013 und 2014 im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen mit der Architektur der späten Moderne beschäftigt. Mehr als 1200 Besucherinnen und Besucher erkundeten 14 exemplarische Bauwerke dieser Epoche in den Städten Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Wolfenbüttel, Helmstedt. Das Buch stellt sie in ihren zeitgenössischen Zusammenhängen und in ihrer gegenwärtigen Situation vor: Beiträge von Persönlichkeiten, die mit den Bauten als Architekten, Bauherren oder Nutzer verbunden sind, werden ergänzt durch Essays von Architekturexperten, die sie in die Architekturgeschichte der Zeit einordnen. Hinzu kommen zeitgenössische Texte sowie Interviews mit Zeitzeugen. Aktuelle Fotos und historische Aufnahmen dokumentieren den Wandel der Bauwerke (Quelle: gekürzter Pressetext).

   

Aufbruch. Architektur in Niedersachsen 1960 bis 1980

Herausgegeben von: Lavesstiftung

Konzeption, Koordination und Redaktion: Dr. Felicia Riess, Lavesstiftung/Architektenkammer Niedersachsen.

Texte von: Karin Wilhelm, Arne Herbote, Maja Albert, Katrin Barthmann, Karen Beckmann, Vivien Bögelsack, Ekkehard Bollmann, Berthold Burkhardt, Rocco Curti, Nicole Froberg, Olaf Gisbertz, Torsten Hackfeld, Niels Juister, Ursula Kellner, Wolfgang Kil, Hilke Kleen, Ulrich Knufinke, Stefanie Krebs, Hermann Kuhl, Christiane Müller, Sonja Olschner, Holger Pump-Uhlmann, Felicia Riess, Caroline Ritter, Wolfgang Schneider, Frank Seehausen, Christina Teufer-Hansen, Simone Thulke, Christoph Uricher, Carl-Peter Mansberg, Tanja Winter, Christian Fuchs.

Gestaltung und Satz: Jovis Verlag, Susanne Rösler

ISBN: 978-3-86859-471-3

 

Gesellschaftliche und politische Umbrüche, Fortschrittsglauben und Ideale, aber auch Angst und Unsicherheit prägen die Zeit "zwischen Nierentisch und Postmoderne", wie der Architekturkritiker Wolfgang Kil die 1960er und 70er Jahre einmal treffend bezeichnet hat. Insbesondere in der Architektur zeigte sich der Aufbruch: Bauboom und technischer Fortschritt bewirkten eine wahre Zukunftseuphorie und Experimentierfreudigkeit.

Mittlerweile erweist sich der zeitgenössische Baubestand jedoch vielerorts als Belastung, gelten die Gebäude und Anlagen der Zeit als teure Sanierungsfälle. Zukunftsweisende Lösungen für die behutsame Weiterentwicklung und Anpassung des Bestands an heutige Anforderungen sind gefragt. Grund genug, sich ohne Vorurteile mit einem baukulturellen Erbe zu beschäftigen, das massenhaft das Land prägt, aber immer noch viel zu oft pauschal als minderwertig abgetan wird.

Mit einem umfassenden Katalogteil und fundierten Beiträgen zu wichtigen Themen der Zeit sensibilisiert dieses Buch für die Vorzüge einer kreativen und wagemutigen Architektur. Das einmalige Grundlagenwerk soll zur öffentlichen Diskussion anregen und damit zu Wertschätzung und Erhalt der 1960er- und 70er-Jahre-Architektur in Niedersachsen beitragen.

Einen Eindruck bekommen Sie hier.