INSTITUTSPROFIL

Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt

Das Institut gtas versteht sowohl das Bauen von Umwelt - Architektur, Stadt und Landschaft - als auch dessen Theorie als Reaktionen auf die Herausforderungen spezifischer kultureller und historischer Situationen. Unser Ansatz ist ein kulturtheoretischer.

Die Verortung des Instituts am Department Architektur macht es zu einem wichtigen Ort des kritischen Nachdenkens über die Disziplin. In der Lehre geht es zunächst um die Vermittlung historischer und theoretischer Bezüge, als Vorgeschichte aktueller Herausforderungen und nicht zuletzt als Ideenfundus für die Findung zeitgenössischer Gestaltungen von Räumen. Unser Anliegen ist es, Architektur und Städtebau im Kontext ihrer kulturellen, politischen, sozio-ökonomischen und ideengeschichtlichen Bedingungen zu verstehen, um das Bewusstsein der Studierenden für den gesellschaftlichen Charakter ihrer Tätigkeit zu bilden. Im Zentrum steht dabei die Schulung des Sehens im Verbund mit einer Reflexion, die in der kunsthistorisch orientierten Gebäude- und Stadtraumanalyse fundiert ist, und die über die Lektüre kanonisierter Texte auch die Grundlagen wissenschaftlicher Methoden in weiteren, für das Fach relevanten Disziplinen wie der philosophischen Ästhetik, der Sozial- und Kulturwissenschaften mit einbezieht.

Die Forschungsprojekte des Instituts sind von der Erkenntnis geleitet, dass sich im gebauten Raum und im Diskurs über ihn mentalitätsprägende Strukturen von Gesellschaften zu erkennen geben. Vor diesem Hintergrund stellen Aspekte der Modernisierung das Gravitationszentrum in der wissenschaftlichen Tätigkeit der Institutsmitglieder dar. Im letzten Jahrzehnt hat sich ein Forschungsschwerpunkt für die Jahre des so genannten Wiederaufbaus der Bundesrepublik Deutschland ergeben, der neben biographiegeschichtlichen Aspekten in der Architektur- und Städtebauentwicklung zudem Fragestellungen nach der Bildung (kollektiver) Identitäten bzw. Ausprägung von Identitätsbildern verfolgt. 

Im Juli 2008 gründeten wir eine Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig, die wertvolles Archivmaterial (Pläne, Zeichnungen, Fotografien, Lehrmaterial) von in Braunschweig ausgebildeten und tätigen Architekten sichert und für die wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich macht. Hierbei steht zunächst die Zeit zwischen 1945 und etwa 1970 im Vordergrund, der Zeit des größten Einflusses der "Braunschweiger Schule" auf das architektonische Schaffen der Bundesrepublik. 

 

 

 

 

Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig (SAIB)

Die vom gtas gegründete Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig (SAIB) wurde am 16. Juni 2009 eröffnet. Sie befindet sich in Raum 004, im Erdgeschoss des Hauptgebäudes der Universität (Gebäudeteil Schleinitzstraße).

www.saib-braunschweig.de