Land… That’s Where the Money Is. And Control

Writing

Tatjana Schneider

Cover der druchschnitt als norm

Überall auf der Welt gibt es Länder und Städte, die Boden, der sich in kommunalem Besitz befindet, an private Entwicklungsgesellschaften oder andere Organisationen veräußern. Oft spielen finanzielle Argumente eine Rolle. Häufig liegen die Gründe allerdings in einer neoliberalen Land- und Bodenpolitik, die von dem Verständnis bestimmt ist, dass Stadtentwicklung von Privatpersonen und Unternehmern effektiver betrieben werden kann als von den Ländern oder Kommunen selbst. ... Ein immer populärer werdender Ansatz in Disziplinen, die sich mit der Schaffung von Raum im weitesten Sinne auseinandersetzen, besteht darin, die Bewahrung von Leere als Gegenmodell zur kapitalistischen Wachstumslogik zu propagieren. Das »Nichts« als Entwurfsidee scheint in diesen Ansätzen alles andere als zu überzeugen – so als könne man damit die Indifferenz gegenüber und das jahrzehntelange Ignorieren von Eigentumsverhältnissen, Gentrifizierungs- oder anderen Verdrängungsprozessen in diesen Disziplinen auslöschen. Doch, so die Frage, die dieser Text erörtert, kann sich diese Logik und Herangehensweise je als produktive Kritik zu kapitalistisch getriebenen Bauprojekten eignen?

Citation

Tatjana Schneider, „‚Land… That’s where the money is. And control.‘“, in Der Durchschnitt als Norm, ed. by Christoph Franz and Michael Meier (Leipzig: Spector Books, 2017), 33–44.

Published by

Spektor Books, Leipzig, 2017