Dr.-Ing. Sabine Hansmann

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In meiner Arbeit befasse ich mich mit den komplexen Netzwerken und sozialen Beziehungen von Architektur sowie den Methoden der Sichtbarmachung ihrer Produktions- und Transformationsprozesse im Alltag. Dabei geht es mir immer auch darum, ein starres objektorientiertes Architekturdenken herauszufordern und häufig anonymisierte Gruppen wie etwa die Nutzer/innen von Gebäuden als individuelle raumschaffende Akteure sichtbar zu machen. Neue und andere Handlungsräumen möchte ich hierbei in Forschung wie Lehre untersuchen und aufzeigen.

Seit August 2019 bin ich als Architekturwissenschaftlerin in der Forschung am GTAS tätig und lehre darüber hinaus regelmäßig am Studiengang Coop Design Research der Hochschule Anhalt. Als Mitglied der interdisziplinären Gruppe „Exploring the Motion Space“ veranstalte ich zudem seit 2017 Lehrworkshops und Seminare im In- und Ausland.

Ich habe in Stuttgart und Tokyo studiert und in 2019 mit der Arbeit „Monospace and Multiverse – An Architectural Exploration of the Sainsbury Centre for Visual Arts with Actor-Network-Theory“ an der Technischen Universität in Berlin im Bereich der Architektur promoviert. Von 2013 bis 2018 war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor“ der Humboldt-Universität Berlin und am Laboratory for Integrative Architecture an der Technischen Universität Berlin. Im Jahr 2017 verbrachte ich mehrere Monate als Visiting Researcher mit der Manchester Architecture Research Group (MARG).

Kürzlich erschienen ist das Buch Raummaschine. Exploring Manifold Spaces (2019), das ich gemeinsam mit Finn Geipel herausgegeben habe. Es zeichnet die Entwicklung unserer gemeinsam mit Jan Wind realisierten Installation Raummaschine nach (Gropius-Bau Berlin, 2016) und bettet das Projekt in seinen raumtheoretischen Forschungskontext ein.