Critical Publishing – Abuse of power comes as no surprise*

Seminar

Sommer '22 (Master M1/2, Bachelor A3)
Johanna Maierski

Criticalpublishing
Making Art During Fascism by Beth Pickens (2017), Designed by The Women’s Center for Creative Work

An Deutschen Hochschulen gibt es Bewegung. Die Vernetzungsinitiative für Macht/Missbrauch an Kunsthochschulen organisiert über die HGB Leipzig, der HFG Community Toolkit Workshop aber auch informellerer Protest von Studierenden z.B. bei den Vergabeverfahren von Professuren signalisieren, dass Studierende aber auch Lehrende sich mobilisieren. Die Symposien, unabhängigen Untersuchungen von Studierenden und Workshops beschäftigen sich mit einer zentralen Frage: Welche Machtstrukturen und Abhängigkeiten gibt es an Hochschulen und wie können wir diese sichtbar machen und verändern? Wie kann man einen diskriminierungsfreien Raum schaffen, in dem Personen gleichberechtigt lernen und teilhaben können?

Die Teilnehmenden von Critical Publishing werden recherchieren, lesen, schreiben, drucken, binden und präsentieren. Gemeinsam werden die Teilnehmenden sich mit den Themen Machtmissbrauch, Diskriminierung und Protest an Hochschulen auseinander setzen, im weiteren mit der Geschichte und internen Struktur der TU Braunschweig – über Aufnahmeverfahren, Barrierefreiheit bis hin zu Zeichensaal-castings.

Wir werden uns unabhängige internationale Publikationen ansehen, die sich kritisch mit Machstrukturen auseinander setzen oder Protest manifestieren. Ausgehend von unseren Recherchen und Beispielen wird aus Einzelbeiträgen eine gemeinsame Publikation konzipiert, geschrieben, designt und auf dem Risographen gedruckt.

Die persönlichen Notizen und Recherchen werden durch kritische Essays und Beispiele von Publikationen von Kleinverlagen wie Temporary Services, Genderfail, Cassandra Press, Catalog sowie einem begleitenden Semester-Reader bereichert.

Critical Publishing widmet sich dem Publizieren als diskursive, kollektive, autonome und künstlerische Praxis – dem Beobachten und Beschreiben eklektischer Zusammenhänge, aus denen spontan entworfene Konzepte und spekulative Narrative immer wieder produziert, verworfen, im Austausch geprüft und weiterentwickelt werden und das „Scheitern“ als kreatives Potential verstanden wird.

Teil des Seminars ist eine Exkursion nach Berlin, bei der die Kunstbuchmesse Missread und das Colorama Studio besucht wird.

*Jenny Holzer (1983). - Das Zitat wurde für die Online-Präsenz der Vernetzungsinitiative für Macht/Missbrauch gewählt und versteht sich hier als ausdrückliche Anknüpfung.

Kosten

Ca. 10-20€ für Bindekosten / Person. Außerdem Kosten für eine 2-tägige Exkursion nach Berlin. Diese wird jedoch seitens der TU Braunschweig mit Euro 60 / Person unterstützt.

Voraussetzungen (nur für A3)

Abschluss des Moduls „Geschichte und Theorie 1“ oder „Geschichte und Theorie 2“. Die Teilnahme am Workshop „Wissenschaftliches Arbeiten für Architekturstudierende“ ist bei Belegung des Seminars Pflicht.

Covid

In Zeiten der Ungewissheit ist eine erhöhte Flexibilität erforderlich, insbesondere bei der Planung von Präsenzunterricht. Bitte beachten Sie, dass sich das Programm je nach Entwicklung der Pandemie leicht ändern bzw. komplett auf digitale Formate umgestellt werden könnte.

Termine

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Einführungsveranstaltung, online
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Exkursion nach Berlin, Blockveranstaltung, beide Tage jeweils 11:00 – 19:00
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Online-Besprechung
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Blockveranstaltung, beide Tage jeweils 11:00 – 17:00, Seminarraum GTAS
Design-Workshop mit Simon Schindele
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Online-Besprechung
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Online-Besprechung
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Blockveranstaltung, beide Tage jeweils 11:00 – 17:00, Seminarraum GTAS