Doing Space, Doing Gender

PRO/SQ

WS 2019/20 (SQ / PRO)
Tatjana Schneider

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Raum ist eine Grundkategorie für das Wahrnehmen und das Denken: Wir können uns nichts vorstellen und nichts sehen, was nicht im Raum ist oder sich im Raum abspielen kann - Raum ist wie eine Möglichkeitsbedingung von allem. Das lehrt die westliche Philosophie, für die Raum wie auch Zeit Kategorien a priori sind. Das Konzept des Doing Space geht nun davon aus, dass diese Vorgängigkeit selbst nur denkbar ist als sozial produzierte: Raum ist, wo wir uns darauf geeinigt haben, wo etwas passiert, wo wir uns treffen, wo etwas gewesen ist… wo Raum nicht in diesem Sinne gemacht ist, können wir nicht von Raum sprechen. Und ist nicht auch Gender hervorgebracht, ein soziales Konstrukt, jedenfalls nicht einfach die nachträgliche Markierung einer vorgängigen materiellen Gegebenheit? Wie überlagern sich Doing Space und Doing Gender?

Das wollen wir im Wintersemester aus verschiedenen disziplinären Perspektiven betrachten. Hier kann es darum gehen, wie Menschen verschiedener Geschlechter Raum produzieren, welche Räume Männern, Frauen und anderen zugeschrieben werden, wie Orte und Geschlechter sich gegenseitig zu programmieren scheinen – oder sich umprogrammieren. Es kann darum gehen, wie Bilder und andere Medien Räume produzieren, die es vorher nicht gab, um weitere Wege aufzuzeigen; der Film eröffnet eigene Räume, andere Künste erfinden vielleicht nochmals andere. Was natürlich ist, steht immer zur Debatte.

Termine

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Einführungsveranstaltung, Seminarraum R.101, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) 
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Annette Brauerhoch–Filmräume, Erinnerungsräume: Das Haus der Familie, Aula der Hochschule für bildende Künste (HBK)
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Ines Schaber–DEAR JADWA - Memories of a Place, Aula der Hochschule für bildende Künste (HBK)
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Nanna Heidenreich–Einschluss / Ausschluss: Migration und Geschlecht, Aula der Hochschule für bildende Künste (HBK)
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Torsten Lange / Gabrielle Schaad–Queere Zeit- und Räumlichkeiten in Wu Tsangs Film Wildness (2012), Aula der Hochschule für bildende Künste (HBK)
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WORKSHOP mit Torsten Lange und Gabrielle Schaad, Seminarraum R.101, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) 
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28.01. Kristin Marek– Un/Doing Repräsentation. Geschlecht und Raum in Natascha Süder Happelmanns Ankersentrum, Aula der Hochschule für bildende Künste (HBK)
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Abgabe Portfolio